Work hard play hard

 

Ausgangslage
«Work hard play hard» lässt sich der Lifestyle einer (leistungsorientierten) Gesellschaft bezeichnen, in der sich der Kokainkonsum etabliert hat. Den gleichen Titel trägt auch der neue Dokumentarfilm über Kokainkonsumenten des Berner Regiseurs Marcel Wyss. Heyday wurde von der Produktionsfirma Lomotion mit der Gestaltung des Filmplakats beauftragt, welches durch die Droge ausgelöste Gefühle wie Selbstsicherheit und Unschlagbarkeit visualisiert, gleichzeitig aber auch den Zerfall und die Oberflächlichkeit der Protagonisten andeuten.

Lösung
Eigenständiges und auffälligstes visuelles Merkmal des Films sind die von Rodja Galli illustrierten Sequenzen, welche die Protagonisten anonymisieren. Im selben Illustrations-Stil und formal anlehnend an die Sprache von Modelabels zeigt das Plakat die Hauptfigur des Films, während plakative und aggressiv gesetzte Typografie an der Figur abzubröckeln scheint. Damit zeigt sich auch der Kontrast zwischen Selbst- und Aussenwahrnehmung der Figuren, welche im Film offen wie auch (un)reflektierend zugleich über den Konsum und dessen Auswirkungen berichten.

Illustration: Rodja Galli, www.rodjagalli.com